Sportanlage – Chronik


Sportstätten in Albaxen

  • 1928 – 1930  Wiesen und Weiden im Albaxer Umland
  • 1930 – 1966  Sportplatz ‚An der Trift‘
  • 1966 – 1974  Sportplatz Wehrstraße ohne Turnhalle und Tribüne
  • 1974 – Heute Sportplatz Wehrstraße mit Turnhalle und überdachter Sitztribüne

1928 – 1930

Noch bevor der Sportplatz an der Trift offizielle Spielstätte wurde, spielte man auf Wiesen und Weiden im Albaxer Umland. Vor jedem Spiel die Frage, „welcher Grundstücksbesitzer wohl der ‚friedliebendste‘ war, um dessen Wiese/Weide in Besitz zu nehmen. Zwei eigens angefertigte Tore gingen jedes Mal mit auf die Suche. Besonders beliebt unter den Spielern war das Kirchenland Richtung Weser. Hier waren die Wiesen schön flach und eben.

Leider kam es hier zu Handgreiflichkeiten seitens eines Pächters. Opfer wurde der groß und kräftig gebaute Fritz Karstan, eher ein friedliebender Mensch. Nach diesem Überfall hatte aber die restliche Mannschaft arge Probleme, die Widersacher wieder zu trennen. Diverse schwere Verletzungen, wie Beinbrüche durch schlechte Platzverhältnisse, sollten für Überlegungen sorgen, eine feste Sportanlage zu installieren. Ab 1930 spielte man dann ausschließlich oben ‚An der Trift‘. Einziger Makel… Der Platz war schief. Aber aller Anfang ist schwer.


1930 – 1966

Der Trupp an Freiwilligen. Begradigung des Sportplatzes "An der Trift"

Der Trupp an Freiwilligen. Begradigung des Sportplatzes „An der Trift“

Durch die immer mehr zunehmende Arbeitslosigkeit, besonders bei den jungen Menschen, wurde durch die damalige Reichsregierung zum „Freiwilligen Arbeitsdienst“ (FAD) aufgerufen. Als Träger dieser Sache mussten die Gemeinden und Verbände auftreten. Die Gemeindevertretung, mit dem damaligen Vorsteher Meinholf Grewe musste „weich gemacht“ werden, um ein Grundstück zu überlassen. Einen Antrag zur Genehmigung der Maßnahme wurde am 04.07.1932 an den Vorsitzenden des Arbeitsamtes Paderborn gestellt. Folgende Forderungen seitens des Arbeitsamtes mussten berücksichtig werden: „Die eingesetzten Kräfte durften das 21. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, es sei denn, dass sie Unterstützungsempfänger waren. Ein Kostenvoranschlag wurde verlangt und ein Wochenplan unter Berücksichtigung der geforderten erzieherischen Aufgaben.
Der Kostenvoranschlag war leicht erstellt. Da die Gemeindevertretung jegliche weitere finanzielle Unterstützung absagte, brauchte man nur den Lohn berücksichtigen. Die Arbeitswilligen mussten somit aber für alles anzuschaffende Gerät und Material selber aufkommen. Bei 2,- Reichsmark Lohn mussten alle Unkosten selber bestritten werden.

Am 22. August 1932, in der Morgenfrüh, zogen dann also 25 Arbeitsdienstwillige aus unserer DJK Germania Albaxen zum ersten Mal hinauf zur Trift, um den sich gestellten Plan zu verwirklichen. In neun Wochen wurde mit viel Eifer und Kraft das Gelände abgetragen bzw. angefüllt.

Dies sollte dann auch für mehr als 3 Jahrzehnte die sportliche Heimat des SV Germania Albaxen bleiben.


1966 – 1970

Als am 05.01.1964 August Marx die Führung des Vereins übernahm, machte man sich mit dem damaligen Bürgermeister Heinz Kamp daran, die Schaffung eines neuen Sportplatzes zu verwirklichen. Der Bürgermeister hatte schon bei Amtsantritt 1961 den Wunsch, eine neue Sportanlage in der Wehrstraße bauen zu lassen.

Beginn mit den Bauarbeiten, für einen neuen Sportplatz in Albaxen.

Beginn mit den Bauarbeiten, für einen neuen Sportplatz in Albaxen.

Beginn mit den Bauarbeiten, für einen neuen Sportplatz in Albaxen.

Beginn mit den Bauarbeiten, für einen neuen Sportplatz in Albaxen.

Im Juni 1964 begann die Firma Morsink aus Billerbeck mit dem Bau der neuen Sportanlage in der Wehrstraße. Der Sportverein hatte einige Arbeiten, wie Einzäunung und Betonpfostensetzung, in Eigenleistung übernommen. August Marx, seines Zeichens Vermessungstechniker, übernahm ehrenamtlich die Planung und die Bauleitung. In der Wehrstraße wurden so ca. 10 Morgen Gelände, durch Tausch und Kauf erworben, zudem noch 70 Grundstücksauflassungen getätigt. Die Baukosten wurden mit 170.000 DM veranschlagt, wobei durch die Finanzierung 140.000 DM zusammen kamen. Diese Summe wurde auch nicht überschritten! In der heutigen Zeit nicht zu realisieren (Siehe Flughafen BER/Berlin).

Die Finanzierung setzte sich wie folgt zusammen:
Land NRW: 75.000 DM
Der Bund: 10.000 DM
Sportbund und Kreis HX: 15.000 DM
Gemeinde Albaxen: 25.000 DM
Eigenleistung und Spenden: 15.000 DM

Am 14. August 1966 fand dann die Sportplatzeinweihung statt. Der Albaxer Pfarrer Stephan Kettelgerdes würdigte in einer Feier die neue Anlage. Es folgte ein Sportprogramm mit dem unter anderem Freundschaftsspiel Kreisauswahl Höxter gegen Tuspo Holzminden. Neben der fertig gestellten Sportanlage, befindet sich eine größere Fläche die als Festplatz und Bolzplatz (noch Heute) genutzt wurde/wird. Im Festzelt fanden Ehrungen statt.

sportplatzfertigstellung_wehrstrasse_1966

sportplatzfertigstellung_wehrstrasse_1966_2

Sportplatzfertigstellung in der Wehrstrasse 1966. Noch ohne Tribüne und Turnhalle.

Erforderliche Räume wie Umkleidekabinen, Duschen, etc. sollten mit dem damals schon geplanten Turnhallenbau unmittelbar am neuen Sportplatz gebaut werden. Dieses sollte allerdings noch einige Zeit dauern.


1970 – Heute

Um genau zu sein sollte es 4 Jahre dauern. Den Bau verhinderte bis dahin der damalige Schulleiter Josef Schare. Dieser wollte die Turnhalle mit Nebenräumen auf dem Schulplatz errichten.

Bereits 1969 wurde das Projekt von der Landesregierung Detmold genehmigt und die Finanzierung zugesagt und gesichert. Zum eigentlichen Bauvorhaben wurden nach Vorschlag von J. Hüls Vereinsräume und ein Schützenhaus samt Kegel- und Schießbahn mit in die Planungen eingebunden und realisiert. Aber das eigentliche Sahnestück sollte die überdachte Tribüne werden, wo selbst bei Regen der Schirm zu Hause bleiben konnte.

Die Sportanlage zählt heute noch zu den schönsten Sportstätten im Kreis Höxter.